Selbstverteidigung nötig?

Sicherlich kennt ihr die ein oder andere Situation aus dem Fernsehen, bei welcher ihr nicht wüsstet wir ihr handeln solltet. Ich, in meinem Fall, fühle mich großenteils sicher, wenn ich unterwegs bin. Ich laufe oft alleine nachts nach Hause oder zum entfernten Autostellplatz. Aufgrund meiner Körpergröße und persönlichen Konstitution fühle ich mich in der Lage, mich verteidigen zu können. Doch was versprechen diese Selbstverteidigungskurse? Welche Griffe und Tricks gibt es, welche mir in ein paar Sekunden helfen können? Bin ich wirklich fit in brenzligen Situation oder bilde ich mir das nur ein?

Couple training martial arts on the beach

Ich denke ein Besuch im Kampfsportzentrum kann diese Fragen aus dem Raum schaffen. Ebenso möchte wir euch Anleitungen geben, welche einen Einblick hinter die Kunst der Selbstverteidigung geben. Ich denke gerade kleinere, zierliche Personen können von etwas Technik profitieren, welche im Notfall abrufbereit steht und einem wissen lässt: Ich kann mich sicher fühlen!

Zunächst möchte ich euch kurz ein paar Formen der Selbstverteidigung vorstellen, welche kein jahrelanges Training voraussetzen. Diese sind somit zwischen Job, Kind, Hobbys, Familie und Freunde alltagstauglich und können neben dem ganzem Leben an einem Abend in der Woche trainiert werden. Schöner Nebeneffekt: Man treibt zeitgleich etwas Sport für das allgemeine Wohlbefinden.

Wing Tsun:
Diese Technik stammt aus dem asiatischen Raum und ist vermutlich in den frühen neunzehnten Jahrhundert entstanden. Wing Tsun erfordert zunächst nicht zwingend die Basis in der du durchtrainiert sein musst bspw. täglich das Fitnessstudio aufsuchst und ist somit für jeden Einsteiger geeignet. Diese Methode sieht keine festen Regeln vor, sondern schnelles Reaktionsvermögen in jeder gefährlichen Situation. Du wirst geschult intuitiv deinen Körper zur Abwehr von Angriffen einzusetzen. Hierbei wird die Kraft des Angreifers genutzt und gegen ihn verwendet. Der Mittelpunkt besteht aus vier Grundprinzipien, in denen die Ausgangslage eingeschätzt wird. Beispielsweise wenn der Gegner stärker ist oder kein Platz zum Angriff vorhanden ist.
Es wird trainiert reflexartig die Schutzreaktionen auszuführen, welche u.a. in Form von Schubsen, Griffe und Halten eingebunden sind. Die komplizierten Griffe erfordern viel Übung, überraschen aber den Gegner. Konzentrierte Schnelligkeit wird trainiert! Der Stil ist weiterhin durch seine Trittarbeit charakterisiert, die nur sehr wenige Grundtritte umfasst und mit der im Allgemeinen nur niedrige Ziele bis etwa zur Höhe der Hüfte angegriffen werden.
Wing Tsun verläuft nach 4 Prinzipien, 4 Kraftsätzen und 4 Kampfdistanzen. Grundsätzlich werden Universallösungen für jegliche eintretende Situation erlernt, sodass man flexibel, gerichtet und schnell in solchen Situationen reagieren kann.
Hier ein kurzer Überblick:

Die 4 WT-Prinzipien

1. Prinzip: Ist der Weg frei, Stoß vor!
2. Prinzip: Wenn der Weg nicht frei ist, bleib kleben!
3. Prinzip: Wenn die Kraft des Gegners größer ist, gib nach!
4. Prinzip: Zieht der Gegner sich zurück, folge!

Die 4 WT-Kraftsätze

1. Mach Dich frei von Deiner Kraft!
2. Mach Dich frei von der Kraft des Gegners!
3. Verwende die Kraft des Gegners gegen ihn selbst!
4. Füge zur gegnerischen Kraft Deine eigene hinzu!

Die 5 Kampfdistanzen

1. Tritt-Distanz
2. Schlag-Distanz
3. Knie-Ellbogen-Distanz
4. Werfen und Gegenwerfen
5. Bodenkampf

Zur genauen Beschreibung dieser Prinzipen empfehle ich euch diese Seite:

Beschreibung Wing Tsun

Gerne könnt ihr eure Erfahrungen mit Wing Tsun mit uns teilen. Hinterlasst doch einfach ein Kommentar. In unseren nächsten Beiträgen stellen wir euch Krav Maga und Escrima vor!

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Autor: wayscout

Bloggerin und Social-Media-Beauftragte für das Unternehmen bring It out GmbH.

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